Initative zur Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş

Es wirkt wie eine Hinrichtung auf offener Straße, mitten in Neukölln. Ein Täter, der mit Waffen umgehen kann und zufällig jene Gruppe von Jugendlichen auswählt, in der Burak, Jamal und Alex sich mit zwei weiteren Freunden zufällig getroffen haben. An einem Ort

von dem noch kurz zuvor keiner der Jugendlichen wusste, dass sie dort stehen bleiben würden, um sich zu unterhalten. Fünf Schüsse, wortlos, niemand kann es verstehen. Auch wir haben keine Erklärung – dafür aber viele Fragen. Vor allem fragen wir uns: War Rassismus wieder das Motiv?

 
Unabhängig von der tatsächlichen Motivation des unbekannten Täters, wird dieser Mordanschlag auf eine Gruppe von Jugendlichen zu einem Symbol: Wenige Monate nach dem Bekanntwerden des NSU sind die Parallelen mehr als offensichtlich. Unabhängig davon ob der Mörder ein organisierter Neonazi war, ein normaler Rassist oder auch jener „verrückte Einzeltäter“ der die Polizei in „alle Richtungen“ ermitteln lässt, schafft der Mordanschlag eine breite Verunsicherung auf den Straßen – vor allem unter Jugendlichen. Denn der Täter läuft noch immer frei herum. Und von Seiten der Polizei und der Behörden gibt es keinerlei Informationen.
 
Wann? Vom 11. Juni bis 15. Juni // 
Wo? Otto-von-Simsonstraße 23 // AStA Garten// Dahlem
 
Hinweis: In einem Interview wird Helga Seyb die Initaitive zur Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş im AStA-Garten am Dienstag den 12. 6 ab 20 Uhr vorstellen.