Deutschland nach 1945: Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus

Den gesamten Juni // Friedrich-Meinecke-Institut //Hörsaalfoyer// Koserstraße 20 // Dahlem

Deutschland nach 1945: Eine Gesellschaft blickt Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus ins Auge

Seit dem Fall der Berliner Mauer 1989 haben Neo-Nazis 180 Menschen in Deutschland ermordet. Diese offizielle Statistik ist nur ein Bruchteil der Straftaten, die von Neo-Nazis im heutigen Deutschland begangen wurden. Problematischer als die Zahl der Neo-Nazis und aus Hass begangenen Verbrechen, ist die Überschneidung von neo-nationalsozialistischer Ideologie und dem Durchschnitts-Denken. Beispielsweise wenn Menschen „vergessen“, dass Jüd*innen, Muslim*a, People of Color, Sinti*ze und Rom*nija sowie eine weitere große Vielfalt von Migrant*innen und deren Nackommen ein integraler Teil deutscher Geschichte und der Gegenwart in Deutschland sind. Diese Ausstellung beschäftigt sich mit dem sich wiederholenden, mutwilligen „Vergessen“ und dessen Konsequenzen. Dabei geht es um Antisemitismus, Rassismus und der Neo-Nazi-Ideologie. Also den Elementen, die durch die Niederlage Nazi-Deutschlands 1945 und dem langen und ernsthaften Prozess der deutschen Gesellschaft sich mit dem Holocaust auseinanderzusetzen ausgeräumt werden sollten. Deutschland ist heutzutage eine stabile, erfolgreiche und in gewisser Hinsicht beispielhafte Demokratie. Eine, die sich intensiv bemüht sich der unrechtmäßigen Vergangenheit zu stellen. Gleichzeitig bestehen Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus fort. Diese Ausstellung handelt von der Art und Weise, wie in dieser Gesellschaft historisch und gegenwärtig eine Grenzlinie zwischen denen gezogen wird, die dazu gehören und denen, die es nicht tun. Durch diese Ausstellung strebt die Amadeu Antonio Stiftung an, die Diskussion über die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und der Ablehnung von Vorurteilen und Hass in der Gegenwart zu vertiefen. Die Sprache der Ausstellung ist Englisch. Ausstellung von der Amadeu Antonio Stiftung.